Handgreiflichkeiten
Wochenlanges hinhalten war dem vorausgegangen was sie jetzt tat.
Eigentlich wollte sie solche Risiken ja nicht mehr eingehen.
Wie sie das Wort "eigentlich" hasste.
Und sie wusste genau um ihre Angreifbarkeit.
Aber die Warterei hatte ziemlich an ihren Nerven und ihren Bedürfnissen gezehrt.
Sie hatte sich trotzdem vorgenommen unantastbar zu sein, wenigstens war sie am Morgen damit aufgewacht, das als Stoßgebet zum Himmel zu schicken.
Vor dem Kleiderschrank hatte sie sich dann doch für "nicht aufgedonnert" entschieden und sich Jeans und T-Shirt raußgekramt, einen Pulli mitgenommen falls es doch länger dauern würde und die Turnschuhe angezogen.
Bloß sich nicht selbst schon bei der Kleiderwahl der Lüge bezichtigen.
Im Auto die Musik laut aufgedreht um sich irgendwie auf einen möglichst coolen Level runterzufahren.
Es sollte ja schließlich nur ein zwangloses Treffen werden.
Trotzdem schaffte sie es während der halbstündigen Fahrt 4 Zigaretten zu rauchen.
Nein, sie war wirklich kaum nervös und wenn doch, dann konnte sie sich ihre Nervosität kaum erklären.
Sie wollten wirklich nur einen Kaffee trinken und reden und ein bisschen Unsinn machen, dafür hatten sie ein gemeinsames Talent entwickelt.
Naja, ein bisschen Gepushe war in den Mails schon dabei gewesen, aber nichts ernsthaftes.
Auf dem Parkplatz würgte sie dann ihr Auto ab und sie vermutete das der große Kerl, der da hinten stand und so süffisant grinste, der Typ war den sie von den Fotos her kannte.
Und als sie ausgestiegen war und endlich ihren Schlüssel auf Knien wieder unter dem Auto raußgefischt hatte, da stand er vor ihr und nahm ihr gnädigerweise den Schlüssel aus der Hand, schloss ihr Auto ab und steckte den Schlüssel ein.
"Sind wir vielleicht ein klitzekleines bisschen nervös?" fragte er lachend.
"Neeee, gar nicht," antwortete sie mit einem leicht genervten Gesicht, das aber in dem Moment nur eine schlechte Maske war .
"Brauchst du doch nicht, oder hast du etwa doch Angst vorm bösen Mann?"
Er lachte laut und nahm sie einfach in die Arme und drückte sie an sich und ließ sie solange nicht mehr los bis sie ihm in die Seiten boxte weil sie kurz vor dem Ersticken war .
Gut, damit waren die körperlichen Fronten schon mal geklärt. Er war durchaus in der Lage sie am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen.
Naja, sie war ja auch kein Switcher also waren die Fronten ja sowieso klar und sie glaubte auch nicht das er irgendwelche Absichten hegte vor ihr auf die Knie zu gehen.
Moment, was machte sie sich da für Gedanken?
Es war ein zwangloses Kennenlernen beim Kaffee, nichts weiter.
Er zeigte nach rechts auf das kleine Cafe und sie trottete in seinem Schatten neben ihm her.
Am Cafe lief sie natürlich wieder prompt gegen die Eingangstür, die sich natürlich nicht nach innen öffnete.
Kopfschüttelnd lüpfte er sie am Kragen 2 Schritte zurück um ihr dann die Tür aufzuhalten.
Nein, sie kam sich nicht gerade ausgesprochen dämlich vor, wirklich nicht.
Als sie dann einen Tisch gefunden hatten war er natürlich ganz Gentleman und half ihr aus der Jacke, natürlich nicht ohne noch einmal seine Größe zu demonstrieren und ihr dabei die Arme nach oben zu verdrehen.
Wenn er jetzt gehofft hatte das ihr das peinlich wäre, dann hatte er sich getäuscht, sie musste einfach nur lachen über seine Versuche sie vor sich selbst bloß zustellen.
Als er ihr dann auch noch ausgesprochen höflich den Stuhl hin rückte hielt sie den lieber fest als sie sich hinsetzte. Auf dem Hintern wollte sie nun doch nicht landen. Aber ihren halbrückwärts gerichteten Blick nahm er doch wahr und schmunzelte über ihr Misstrauen.
Als die Bedienung an ihren Tisch kam bestellte er, ohne sie zu fragen, einen Becher Kaffee und einen Becher Kakao.
Sie sah ihn fragend an.
"Der Kakao ist für dich, du kriegst erst Kaffee wenn du dich wieder beruhigt hast."
Wenn er es so haben wollte, dann gut.
Sollte er auf die Idee kommen sich die Speisekarte geben zu lassen würde sie sich einen Kinderteller bestellen.
So leicht gab sie nicht klein bei.
Als die Kellnerin an den Tisch zurück kam waren sie schon in die heftigsten Blödeleien vertieft.
Sie lachten und redeten, zwischendurch wurde es auch mal etwas ernster, aber es war wirklich alles ganz zwanglos und es war ein bisschen als würden sie sich gar nicht zum ersten Mal treffen.
Die Kellnerin kam immer mal wieder an den Tisch und nach dem dritten Kakao verabschiedete sie sich mal um zur Toilette zu gehen.
"Bist du sicher das du auch alleine zurechtkommst, oder soll ich doch lieber mitkommen?"
rief er ihr hinterher als sie schon das halbe Cafe durchquert hatte.
Die Steilvorlage konnte sie nicht unkommentiert hinnehmen.
"Nein danke, ich schaff das schon, aber ich warte das nächste Mal gerne auf dich wenn dich deine Prostata wieder quält," rief sie ihm über die Schulter zu.
Sie hörte ihn noch lachen als sie die Toiletten erreicht hatte.
Oje, in was ritt sie sich da gerade rein, sinnierte sie vor sich her als es unter ihr plätscherte.
Sie provozierte ihn ganz schön, im Grunde forderte sie ihn sogar damit heraus. Sie hörte auf jeden Fall deutliches Säbelrasseln in ihrem Unterbewußtsein.
Das war ja eigentlich gar nicht ihre Absicht, aber diese Art war irgendwie auch ihre Natur.
Ihr vorlautes Mundwerk kam eigentlich fast nur in ganz bestimmten Situationen zum erliegen.
Und sie wollte ja eigentlich auch ganz brav sein, aber ob sie die Kurve noch kriegte?
Ob sie das eigentlich noch wollte?
Noch ein einziges "eigentlich" und sie könnte sich ihm eigentlich gleich da draußen am Tisch vor die Füße werfen .
Ok, genug jetzt. Sie würde jetzt wieder zu ihm rauß gehen und sich ordentlich benehmen und am Ende schön brav wieder nach Hause fahren.
Eine Umarmung zum Abschied und gut wärs.
Als sie an den Tisch zurück kam stand er auf und reichte ihr die Jacke.
"Ich habe inzwischen schon mal bezahlt. Ich könnte gut noch ein bisschen an die Luft."
Das konnte sie auch gut, vielleicht würde sie dann mal einen klareren Kopf kriegen.
Hinter dem Cafe war eine Außenterrasse und von dort führte ein Weg in einen Wald.
Die frische Luft tat wirklich ganz gut und sie liefen eine Weile schweigend nebeneinander her, aber es war kein unangenehmes Schweigen, es hatte eher etwas vertrautes.
Ein leichter Wind ließ die Blätter rascheln und sie konzentrierte sich ein bisschen auf die Vogelstimmen, das half ihr sich abzulenken von den eigentlichen Gedanken.
Dann hörte sie in der Ferne den Schrei eines Schwarzspechtes und fragte ihn ob er wusste was das für ein Tier war.
"Ich weiß nicht, das hörte sich ziemlich gequält an. Apropo gequält, wie wirke ich auf dich? Wirke ich überhaupt und wenn ja warum?"
Nun musste sie also auch noch Farbe bekennen, und dann mit so einer Anspielung im Hintergrund.
"Tja", begann sie um ein wenig Zeit zu gewinnen. Sie wollte ehrlich sein, aber sie suchte nach Formulierungen die sie nicht so in die Zwickmühle würden schliddern lassen.
"Ich höre!"
Er wollte ihr also keine Zeit lassen, also gut, dann gerade heraus.
"Ja, du wirkst auf mich und auch in der richtigen Art, als ich auf der Toilette war hab ich da auch schon drüber nachgedacht."
"Ich wollte nicht wissen wann du darüber nachgedacht hast, sondern wie und warum ich auf dich wirke!"
Das kam jetzt ziemlich ernsthaft rüber und ihr wurden bei der Art wie er es aussprach ein wenig die Knie weich. Sie wusste das sie jetzt Rede und Antwort stehen musste.
"Ja, du wirkst auf mich so das ich dir irgendwie schon vor die Füße sinken möchte. Das liegt an deiner ganzen Art, deinem Auftreten. Du bist so schön locker dabei, du sagst nichts wenn ich rumalbere, aber ich kann fühlen was du denkst wenn ich dich ansehe."
"Aha! Und was habe ich gedacht?"
Er machte es ihr nicht gerade leicht, aber das wahr ja wohl auch Absicht.
"Naja, ich denke mal so etwas ähnliches wie : warts nur ab, du wirst schon noch sehen. Und das ich sicher nicht so..."
Plötzlich blieb er stehen und sie war so in ihre Argumentation vertieft das sie einfach ein paar Schritte weiter lief, bis er sich laut räusperte.
Sie blieb stehen und sah sich zu ihm um. Er sah ihr nur in die Augen und sie konnte gar nicht anders als zu ihm zurückzugehen, und als sie vor ihm stand wirkte die Erdanziehungskraft direkt auf ihre Stirn und sie senkte den Kopf. Das war in dem Moment eine ganz natürliche Bewegung für sie.
Seine Hand legte sich auf ihre Wange und sie legte sich ein wenig hinein. Dann wanderte sie zu ihrem Nacken und Daumen und Zeigefinger schoben sich mit leichtem Druck nach oben.
Sie genoss diesen Griff, genau bis zu dem Moment als er ihr mit der Hand in die Haare packte und sie mit einem harten Zug rückwärtsstrauchelnd auf die Knie zwang.
Er hielt sie dort mit einem Griff der sie wimmern ließ und ihre Hände fuhren automatisch nach oben um sich in die Hand zu krallen die ihr gerade das Gefühl gab er würde sie gleich mit bloßen Händen skalpieren.
Sein Oberkörper beugte sich leicht zu ihr herunter:
"Richtig, genau das habe ich gedacht, die ganze Zeit: Warts nur ab! Und jetzt nimm die Hände da weg und verschränke sie hinter dem Rücken! Sofort!"
Sie wimmerte und sein Griff trieb ihr die Tränen in die Augen, aber als er seine Forderung noch einmal mit einem leichten Ruck bestätigte gehorchte sie lieber.
"So ist gut, schön so bleiben. Und jetzt kommen wir doch noch einmal auf die Bemerkung zu meiner Prostata zurück." So weh es auch tat, aber in dem Moment konnte sie sich ein Grinsen wirklich nicht verkneifen. Und klatsch hatte er ihr eine schallende Ohrfeige verpasst.
Damit war urplötzlich jeder Widerstand ihrerseits für eine Weile gebrochen. Ihr Gesicht brannte und jetzt heulte sie einfach drauflos.
Er zog sie langsam an den Haaren wieder auf die Füße und bog ihren Kopf mit der einen Hand nach hinten und griff ihr mit der anderen an die Kehle und drückte langsam immer stärker zu.
Sie wusste, er hatte keine Ahnung wie empfindlich sie darauf reagierte und hoffte nur das er es auch so mitbekam, denn äußern konnte sie sich jetzt nicht mehr.
Sie schloss einfach die Augen und reagierte anfangs gar nicht, bis die Panik in ihr aufblitzte und sie doch die Arme wieder nach vorne nahm und sie nach seinen Händen griff, aber daraufhin verstärkte er seinen Druck nur noch einmal.
Sie öffnete die Augen und sah ihn direkt an und indem sie die Hände sinken ließ gab sie auf.
Aber er reagierte nicht und plötzlich kam Angst und Wut in ihr auf und sie trat blindlings nach ihm.
Volltreffer, genau aufs Schienbein und mit einem knurrenden Schmerzlaut ließ er sie los um sich sein Schienbein zu reiben. Keuchend rang sie um Atem und sank ganz von allein vor ihm auf die Knie.
Er brauchte 3 Sekunden um sich zu erholen und schon war er wieder bei ihr und sie bekam noch eine schallende Ohrfeige. Da sie ohnehin ziemlich wackelig war fiel sie einfach auf die Seite und blieb liegen.
"Komm hoch," damit packte er sie am Kragen und zog sie wieder auf die Füße.
"Du willst also die ganz harte Tour. Gut, das kannst du haben."
Er schleppte sie stolpernd hinter sich her und sie hatte Mühe sich auf den Füßen zu halten.
An der Seite des Weges lag ein Holzstoß, auf den setzte er sich und warf sie einfach über seine Knie.
Mit einer Hand drückte er ihren Oberkörper nach unten, die Beine klemmte er irgendwie zwischen seine und mit der freien Hand griff er nach ihrem Hosenbund und zog ihr einfach die Jeans vom Hintern, was die Vorzüge von Stretchjeans verdeutlichte.
Dann merkte sie noch wie er in seiner Jackentasche rumkramte, der Schuft zog sich anscheinend einen Handschuh über.
Und dann verpasste er ihr eine ordentliche Tracht Prügel.
Anfangs wehrte sie sich noch, aber irgendwann gab sie einfach auf, weil sowieso jede Gegenwehr zwecklos war und je mehr sie sich wehrte um so heftiger schlug er sie.
Sie hielt nur noch still und spürte mit jedem Schlag das Brennen ihres Hinterns deutlicher.
Sie fühlte mehr als das Brennen, etwas ganz anderes machte sich in ihr breit, aber wenigstens das sollte heute nicht passieren. Dafür das sie nur Kaffee trinken wollten waren sie sowieso schon viel zu weit gegangen.
Irgendwann wurden die Abstände zwischen den Schlägen immer etwas länger und dann ruhte seine Hand auf ihrem Hintern.
"Genug?" fragte er. Sie konnte nur nicken und er half ihr langsam wieder in eine aufrechte Position, zog dabei die Jeans wieder hoch und sie setzte sich neben ihn. Dabei schwante ihr das sie wohl die nächsten Tage heftige Probleme beim Sitzen haben würde.
Sein Arm legte sich um ihre Schultern und er zog sie zu sich ran. Die behandschuhte Hand zog eine Packung Papiertaschentücher aus der Tasche und reichte sie ihr.
Er wartete bis sie mit weinen und schneuzen fertig war und fragte: "Und nun?"
Sie zuckte mit den Schultern.
"Ich denke, nun hast du mir die Flügel gestutzt."
Von Trotziger Stolz


