Octave Henri Marie Mirbeau wurde am 16. Februar 1850 in Trévières, Calvados geboren.
Mirbeau war ein bekannter und engagierter französischer Journalist, Kunstkritiker und Romanautor.
Mirbeau kämpfte im Deutsch-französischen Krieg. Die dortigen Erlebnisse beeinflussten seine politischen Ansichten und er schloss sich den Linken an. Nach Ende des Krieges zog es ihn nach Paris und er arbeitete als Journalist, schrieb bedeutende Kunstkritiken, aber auch politische Artikel.
Mirbeau war auch ein sehr bedeutender Kunstkritiker, und einer der Gründer der Académie Goncourt. Stets unterstützte er auch innovative Künstler der impressionistischen und avantgardistischen Bewegungen. Unter anderem förderte er den späteren Nobelpreisträgers Maurice Maeterlinck, Monet, und Auguste Rodin.
Er selbst schrieb ebenfalls über 1000 Kurzgeschichten, einige Schauspiele aber auch Romane. Seine beiden für uns interessantesten Werke sind „Der Garten der Qualen“ (1899) und „Tagebuch einer Kammerzofe“ von 1900.
Im ersteren flieht ein Franzose nach einer nach gescheiterter Karriere als Politiker nach Ostasien. Dort lernt er eine junge, grausame Frau kennen die ihn nach und nach in den „Garten der Qualen“ führt. In China lernt er schlimmste Folterpraktiken kennen, aber auch einen ganz eigenen Kult um Blumen und Schönheit. Aus diesem Kontrast leitet sich auch der Titel des Buches ab.
In „Tagebuch einer Kammerzofe“ schildert Mirbeau das Leben einer Zofe die ihre Unschuld opfert um nicht an ihrem Umfeld zwischen Hass, Liebe, Gewalt, Vergewaltigung und Gier zu scheitern.
Das Buch wurde bereits von Luis Bunuel mit einer Topbesetzung unter dem gleichen Titel verfilmt. Unter anderem wirkten in dem 1964 gedreht Film Jeanne Moreau, Georges Géret, und Michel Piccoli mit.
Ähnlich wie Edgar Alan Poe litt Mirbeau sein ganzes Leben lang an Depressionen, was sich auch in seinen düsteren aber auch ab und an tragik-komischen Werke niederschlug.
Er starb 1917 an seinem 69. Geburtstag und wurde auf dem Cimetière de Passy in Paris begraben.



