Auf den Fotografen Carnivore Pictures sind wir durch Zufall gestoßen und seine Fotografien begeisterten uns sofort.
Seine Fotografien zeigen kleine bizarre Geschichten.
Nun wollen wir Euch die Person dahinter vorstellen.
Das Interview
1) Ist dein Name "Carnivore" ein Kunstname?
Die Geburt des Carnivore Logos entstand in einer freien Schaffensphase als ich began meine Carnivore Pflanzenzucht zu Zeichnen und zu Illustrieren. Richtig, Carnivore ist eine Art Kunstname und heißt im biologischen Sinn übersetzt "Fleischfresser". Wir verzehren und konsumieren Bilder und deren Inhalt, genau so wie wir uns täglich ernähren!
Es werden z. B. zwischenmenschliche Themen der Gesellschaft aufgegriffen, übertrieben und erneut verarbeitet. Im Vordergrund stehen Trash, Porn und Fetish Style, aber auch Kontroversen. Der Inhalt des Werkes soll den Betrachter beschäftigen und Unterhalten!
2) Wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Schon in jungen Jahren malte und zeichnete ich viel um meine Phantasien zu befriedigen, dadurch kam ich über mehrere Umwege zu meinem jetzigen Beruf als Kommunikationsdesigner. Vom designen und Reportagebilder für Tierschutzorganisationen machen kam ich vor etwas mehr wie einem Jahr zur People bzw. eher zur Installations-Fotografie, dass was mich eigentlich noch zu einem "Greenhorn" in diese Sparte macht! Jedoch kann ich jetzt schon sagen, dass mein Weg nicht der der Hochglanzfotografie sein wird!
3) Wo holst Du Dir Deine Inspirationen?
Manchmal reicht es einfach nur Reportagen oder Nachrichten zu lesen oder anzusehen, aber auch eine Fahrt mit der S Bahn oder dem Bus reicht eigentlich um Inspirationen zu sammeln. Der Umgang untereinander, die Dialoge und das zwischenmenschliche Verhalten, in der Gesellschaft in der wir leben hat einen unersättlichen inspirativen Nährwert! Ich greife
gerne Themen aus dem Alltag oder deren Kontroversen auf und fange an eine Geschichte entstehen zu lassen und übertreibe am Ende ein wenig.
Das Verhalten und die Klischees zwischen den Geschlechtern, Themen die gesellschaftlich geächtet werden - all diese Themen benötigen letztendlich auch ein Portal des Dialogs! Ob man danach vom Werk belustigt, geschockt oder begeistert ist, ist mir am Ende eigentlich egal, denn mit jedem Augenbrauenzucken des Betrachters ist der eigentliche Sinn schon vollbracht - das Bild unterhält und beschäftigt.
4) Viele Deiner Bilder wirken etwas trashig und verrückt. Warum? Bist Du auch verrückt?
Bin ich verrückt? Jein. Das Wort "verrückt" hat schon eine enorme Spannweite, was für den einen verrückt ist, ist für den anderen normal. Wenn man von der gesellschaftlichen Norm ausgeht könnte man meine und viele andere Werke als verrückt betrachten, doch selbst wenn, ein wenig verrückt sein muss nicht schlecht sein, denn nur der verrückt ist, vermag neues zu schaffen und eröffnet damit Mitmenschen neue Blickwinkel oder auch nur eine belustigend unterhaltende Bildform. Ich bewege mich gedanklich gerne in Grenzbereichen fern von Normen und der Realität, um dann wieder Einflüsse von meiner Wanderschaft mit fassbaren Themen verschmelzen zu lassen. Im Grunde lechzt die Gesellschaft nach neuem, sie will immer unterhalten werden und somit wird der Graubereich der Grenzen gleichzeitig immer schmäler. Dieser Graubereich könnte das sein was wir als verrückt bezeichnen. Jedoch reichen mir auch oft "einfache "gesellschaftliche oder zwischenmenschliche Themen um meinen Installationstrieb zu beschäftigen! Das heißt, dass ich mich inhaltlich gerne breit gefächert bewege!
5) Arbeitest Du konzeptionell oder eher intuitiv?
Ich denke beides ist unabdingbar, meine Installationsbilder werden in Zukunft thematisch noch intensiver - schon fast akribisch vorbereitet. Den Rest wie Technische Einstellungen usw. überlasse ich meiner Intuition!
6) Möchtest Du etwas Bestimmtes in Deinen Werken ausdrücken?
Es geht mir nicht um die vordergründige Schönheit, sondern um die Menschen, deren Besonderheiten, die Situation und die Bildgeschichte selbst. Die Bilder sollen unterhalten, zum Denken anregen, provozieren und gewisse Kontroversen aufzeigen. Jeder Mensch liest ein Bild anders, jedoch finde ich es toll und spannend wie meine Bilder teils verstanden werden, dass zeigt mir das sich die Betrachter nicht nur mit dem rein Optischen der Bilder sondern auch mit dem Inhalt der Bilder auseinandersetzen -- genau das ist auch mein Ziel!
7) Welches Bild ist Dein Lieblingsbild und warum?
Ich denke, dass ich kein Lieblingsbild habe, das wechselt ständig und ich lasse mich gern neu verzaubern, aber auch durch alte Bilder neu inspirieren. Mir gefallen surrealistische, trashige und inhaltliche Bilder mit Aussagen sehr!
8) Wo kann man Dich bzw. Deine Bilder demnächst live erleben?
Durch mein doch noch recht junges "Schaffen" als Fotograf sehe ich mich selbst und meine Arbeit noch im Aufbau, in einer entscheidenten und richtungsweisenden Entwicklungsphase, dennoch sind für Ende 2008 / Anfang 2009 Ausstellungen in Kooperation mit Stuttgarter Künstlern geplant!
9) Wo kann man Deine Werke kaufen?
Auf meiner Internetseite wird man bald die Möglichkeit dazu haben einige von mir auserwählte Werke in verschiedenen Formaten zu erwerben.
10) Wen würdest Du gerne einmal fotografieren?
Ich denke dass alle Menschen interessant sein können, wenn man die richtige Geschichte darum spinnt, also ich habe keine bestimmte Person im Kopf!
11) Was planst Du als nächstes?
Es ist vieles geplant, ich lass mich selbst überraschen was am Ende daraus wird! Ein fixes Projekt wird das der "the Dreadlockconnection" sein! Hierbei wird sich alles um "Dreads" und den Mensch dahinter drehen!
12) Was machst Du, wenn Du nicht fotografiert?
Im Bereich Business beschäftige ich mich damit Konzeptionen, Grafiken und Design Produkte zu erstellen! In meiner Freizeit gehe ich gerne mit meinem Hund und Assistenten "Pyos" in die Natur, um Energie zu tanken und die nötigen Geschäftchen zu erledigen. :O) Dazu engagiere ich mich intensiv für den Tierschutz! Für mehr bleibt mir eigentlich keine Zeit!
13) Hat du ein Motto wonach du lebst?
Natürlich, ich zitiere einfach:
"Es gibt nichts gutes, außer man tut es" von Erich Kästner
14) Eine Fee schenkt Dir drei Wünsche...
Also bei einem Flaschengeist würde ich sagen: rein, raus, rein!
Bei einer Fee wird es schon schwerer, aber wenn sie schon da wäre würde ich mir vielleicht gleich ein trashig und vulgäres Feen-Shooting wünschen?!
Danke für das Interview
Kontakt
Kontakt Carnivore Pictures:
www.carnivore-pictures.de
info@carnivore-pictures.de
Model-kartei Link: http://www.model-kartei.de/sedcard/fotograf/11613/
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |








