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1313 wurde der italienische Schriftsteller, Dichter und Humanist Giovanni Boccaccio in Florenz geboren.
Er war der uneheliche Sohn des Kaufmanns Boccaccio di Chellino und über seine Kindheit weiß man nicht sehr viel.
Der Vater arbeitete für die Compagnia dei Bardi, eine Bankgesellschaft und schon mit vierzehn Jahren wurde er nach Neapel zur Arbeit in eine Filiale der Compagnia dei Bardi geschickt, um ebenfalls den Beruf des Kaufmanns zu lernen.
Doch in Neapel begann er sich mit Literatur auseinander zu setzen. Er verschlang geradezu alle Bücher die er bekommen konnte... und das waren viele, da er Kontakt zum Neapoletanischen Hof des Robert von Anjou bekam.

In diese Zeit fallen auch seine ersten eher unbekannten Werke in Versform und Prosa. Es war die Zeit seiner schriftstellerischen Experimente.
1340 kehrte er wieder nach Florenz zurück und trat wegen finanzieller Schwierigkeiten in den Staatsdienst ein. Es bagann ein unstete Zeit mit häufigen Orts- und Arbeitswechseln.
Zwischen 1345 und 1346 begab er sich an den Hof des Ostasio da Polenta in Ravenna, dann im nächsten Jahr stand er im Dienst des Francesco Ordelaffi in Forlì stand.
Die vielen unterschiedlichen Eindrücke der Höfe und des Bürgertums beeinflusste Boccaccios Schaffen.
Ihren Höhepunkt fand sein Werk im Decameron, geschrieben 1348 nach der Pestepidemie, die Italien. Sein Meisterwerk porträtiert die Gesellschaft des 14. Jahrhunderts in der er selbst lebte und hielt ihr mit Witz und geschicktem Erzählstil den Spiegel vors Gesicht. Das Decameron ist eine Novellensammlung die die sinnliche Lust und die Erotik verteidigte und gleichzeitig ein Stittengemälde seiner Zeit war, garniert mit wunderschönen Beschreibungen von Landschaften und Menschen.
1350 lernte er Francesco Petrarca (Der in eine Ahnin des Marquis de Sade verliebt war) kennen und die Beiden verband seitdem eine tiefe Freundschaft und ein reger Schriftwechsel.
Sein Bekanntheitsgrad öffnete ihm fortan viele Türen und ermöglichte ihm ausgiebige Reisen.
Er studierte die Klassiker und erhielt 1355 Zugang zur Bibliothek von Montecassino, in der viele Meisterwerke aus der Antike die Zeiten überdauert hatten. Einige der kostbaren Kodizes schrieb Boccaccio sogar eigenhändig ab.
Ein Glücksfall für Ihn selbst und auch für sein Schaffen.
Petrarca und Boccaccio gründeten einen Kreis von Intellektuellen, denen wir die Wiederentdeckung einiger bedeutender klassischer Werke verdanken, darunter auch Werke des Tacitus.
Boccaccio bemühte sich erfolgreich, dass 1360 in Florenz einLehrstuhl für (griechische) Litaratur eingerichtet wurde, der unter anderem auch Werke von Homer übersetzte.

Er selbst konnte nicht mehr an den Erfolg des Decameron anknüpfen, zu sehr war er mit philosophischen Themen beschäftigt.
In den letzten Jahren seines Lebens stürzte er zudem in eine tiefe Sinnkrise. Das ging so weit, dass er sogar einige seiner Werke vernichten wollte. Auch körperlich baute er ab.
1374 verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand derart, dass er nur noch eingeschränkt arbeiten konnte. öffentliche Auftritte sagte er fast alle ab.
Er ließ sich in Certaldo nieder und führte die Arbeit an einigen seiner Werke weiter.

Am 21. Dezember 1375 starb Boccaccio.