Guillaume Apollinaire wurde am 26. August 1880 in Rom geboren.
Geboren wurde Guillaume Apollinaire als Guglielmus Apollinaris Albertus Kostrowitzky in Rom. Sein Großvater Kostrowitzky war ein emigrierter polnischer Kleinadeliger mit russischer Staatsangehörigkeit, der in Rom in den Dienst des Vatikans getreten war und eine Italienerin geheiratet hatte. Seine Mutter, Angelica Kostrowicka, war über längere Jahre hinweg die Geliebte eines ehemaligen hochadeligen Offiziers und es ist möglich dass Apollinaire auch dessen Kinder war.
Seine Kindheit verlebte Apollinaire in Rom dann zog die Mutter 1887 mit ihm nach Monaco.
1895 wechselte Apollinaire auf ein Gymnasium in Cannes, 1897 auf eines in Nizza. Er widmete sich den Sprachen und der Geisteswissenchaft, machte aber keinen Abschluß.
1899 zog seine Mutter mit ihm und ihrem neuen Liebhaber nach Paris,lebte aber auch zeitweise in Belgien. Hier verliebte er sich zum ersten mal und begann glühende Gedichte zu schreiben.
Zurück in Paris, lebte er schlecht und recht von kleinen Hilfsjobs und schrieb weiter. Hier bekam er auch zum ersten Mal den Auftrag etwas pornografisches zu schreiben.
Im Sommer 1901 arbeitete er als Französischlehrer für die Tochter eine deutsche Adeligen.
Auch später besuchte er mehrmals Deutschland und schrieb seine Reiseeindrücke für eine französiche Zeitung nieder.
Nach seiner Rückkehr nach Paris 1902 arbeitete er als kleiner Bankangestellter und schrieb und schrieb.
1905 lernte Apollinaire unter anderem Pablo Picasso kennen und bewegte sich fortan im Milieu der Künstler.
In dieser Zeit entstand auch sein Sklandalroman "Die 11000 Ruten" der noch heute indiziert ist.
Ab 1909 betreute er bei einem Verlag die Veröffentlichung einer Reihe erotischer Schriften unter anderem von de Sade.
Zahlreiche Liebschaften und Trennungen begleiteten ihn in dieser Zeit.
1911 bekam Apollonaire Ärger mit der Polizei. Ein Bekannter hatte eine im Louvre gestohlene Büste bei ihm angestellt und als Apollonaire diese heimlich zurückgeben wollte wurde er als Hehler verhaftet.
Nach wenigen Tagen kam er aufgrund seiner guten Beziehungen wieder frei.
In diesen Zeitraum fielen auch eine Vielzahl von Veröffentlichungen, Gedichte und Lyrik.
Im Mai 1914 veröffentlichte er drei Gedichten auf einer Schallplatte.
1914 brach der Krieg aus. Apollinaire meldete sich sofort als Freiwilliger. Er wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar zu einem Offzierslehrgang zugelassen und beantragte seine Einbürgerung.
1915 kam Apollinaire an die Front und im März 1916 wurde er von einem Granatsplitter verletzt.
Apollonaire war aufgrund seiner Erlebnisse traumatisiert.
Im selben Jahr wurde er auch in Frankreich eingebürgert und lebte nun ganz offiziell unter dem Namen Apollonaire.
Im Januar 1918 musste Apollinaire mit einer Lungenentzündung für mehrere Wochen in eine Klinik. Dort lernte er Jaqueline Kolb kennen, die er kurz darauf heiratete.
Geschwächt von der Kriegsverletzung und der Lungenentzündung starb er am 9. November 1918 in Paris an den Folgen der spanischen Grippe die in Europa grasierte. Er wurde auf dem Friedhof Pere Lachaise begraben.
Apollinaires Roman Die 11000 Ruten wurde in Deutschland durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
Er gilt heute, vor allem mit seiner Lyrik, als einer der bedeutendsten französischen Autoren des 20. Jahrhunderts.


