Germinal?
Ein vielseitiger Fotograf, der über Stile hinweg einen eigenen Weg in der Fotografie gefunden hat.
Interview
1) Germinal, ist ein Kunstname. Was bedeutet er?
Germinal (deutsch auch Keimmonat) ist der siebte Monat des Republikanischen Kalenders der Französischen Revolution. Der Name ist von französisch germer (keimen) abgeleitet. Mir gefiel es, das dieser Monat für Beginn und Aufbruch steht.
2) Wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Da gibt es kein besonders Ereignis. Ich habe schon immer gern fotografiert. Langsam aber sicher hat sich diese Freizeitbeschäftigung weiterentwickelt. Irgendwann war es dann sicher auch der eigene Ehrgeiz, der mich dazu bewog, mich tiefer in die Materie einzuarbeiten und die Technik besser zu beherrschen. Die Möglichkeit, die einem die Fotografie bietet, seine eigenen Phantasien in konkrete Bilder umzusetzen und diese dann auch noch anderen zugänglich zu machen, hat mich nicht mehr losgelassen.
3) Wo holst Du Dir Deine Inspirationen?
Aus meinem Leben, aus dem, was ich sehe, aus dem, was in meinem Kopf ist.
4) Kannst Du von der Fotografie leben?
Nein, darauf kommt es mir aber auch nicht an und ich versuche es auch erst gar nicht. Fotografie ist für mich nicht Beruf, sondern eher Berufung, vielleicht sogar Passion.
5) Arbeitest Du konzeptionell oder eher intuitiv?
Sowohl als auch. Es gibt Serien, die ich vorher genau so im Kopf habe, Szenen, die ich dann genau nach meinen Vorstellungen umsetze. Aber genauso entstehen Arbeiten in der Zusammenarbeit mit dem Modell. Manche Shootings beginnen konzeptionell und verlaufen dann aber rein intuitiv, weil das Fotografieren in einen Fluss gerät.
7) Möchtest Du etwas bestimmtes in Deinen Werken ausdrücken?
Man drückt immer etwas aus mit seinen Werken, ob man will oder nicht. Ein Foto zeigt immer auch etwas aus der Gedankenwelt des Fotografen, nicht nur das Modell. Vordergründig möchte ich aber wohl meine Art der Ästhetik zeigen.
8) Welches Bild ist Dein Lieblingsbild und warum?
Ich habe kein Lieblingsbild. Die Hitliste ändert sich täglich, stündlich, manchmal sogar minütlich. Das ist ganz abhängig von meiner Gemütslage. Ganz privat, ab vom Fotografisch-Künstlerischen habe ich natürlich Lieblingsbilder. Das sind Aufnahmen von meinem Sohn und meiner Frau.
9) Wo kann man Deine Werke kaufen?
Bei den Ausstellungen und natürlich direkt über mich.
10) Wen würdest Du gerne einmal fotografieren?
Ist zwar platt, aber Nadja Auermann wäre schon toll. Und Marlene Dietrich, aber dafür komme ich reichlich zu spät. Interessant fände ich auch noch Helmut Schmidt. Das könnte vielleicht ja noch gelingen. -lach-
11) Was planst Du als nächstes?
Es steht eine Menge an, allein die Zeit bzw. der Mangel daran ist das Problem. Aber ich habe einige Ideen. Lassen wir uns überraschen.
12) Was macht Germinal, wenn er nicht fotografiert?
Als im Freundeskreis gefürchteter Vielfotografierer kann die Antwort hier nur lauten: Duschen oder Schlafen.
14) Eine Fee schenkt Dir drei Wünsche…
Ist die Fee ein material girl, dann wohl eine Hasselblad, eine Blitzanlage und noch einen ganzen Schwung Objektive. Von einer anständigen Fee wünsche ich mir wohl das Übliche: Gesundheit, Zufriedenheit und ein sorgenfreies Leben.
Vielen Dank für das Interview!
Bio & Kontakt
Geb. 22.11.1967 im Sauerland
1987 Abitur
1987-1988 Wehrdienst
1988-1989 Praktikum in München
1989-1997 Studium der BWL an der LMU München
1997- 2000 angestellt tätig
Seit 2000 selbstständig
Verheiratet seit 1997, ein Sohn, geb. 1999
Kontakt: www.germinal-photography.de
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