Sie sind hier:

Interviews

About X?

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

AGB's

Wichtiges

Impressum

Jugendschutz

Kontakt

Newsletter

Site Map

Eine spannende CD flatterte auf unseren Tisch und da es wirklich eine außergewöhnliche CD war, haben wir sie euch bereits in unserem Forum vorgestellt.
Jetzt wollen wir euch auch noch den Künstler näher vorstellen.

Das Interview

Tosa, ist dein Name ein Kunstname?

Tosa ist eine Verkürzung meines Namens und gefällt mir klanglich sehr gut.

Welche Musikausbildung hast Du genossen?

Ganz normal: als Kind Klavier, später Gitarre. Es gab dann mal einen Abstecher als Schreiberling und filmender Redakteur für das SWF Fernsehen, aber mir fehlte die Musik und so nahm ich ein Musikstudium auf mit Schwerpunkt klassische Gitarre.

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Hm, meine Mutter fand mich wohl schon mit 4 Jahren vor dem Radio, wo ich fleißig die Musik dirigierte....zum Glück gibt es davon keine Fotos (lacht)

Wo holst Du Dir Deine Inspirationen?

Sehr unterschiedlich. Zum einen sicher durch das Hören der Musik von anderen Musikern, wobei ich besonders gern außereuropäische Musik höre – von Spanien bis Indien, Weltmusik praktisch... In Indien habe ich fast 2 Jahre gelebt. Manchmal sind es auch Stimmungen in mir, die ausgedrückt werden möchten, die raus wollen!

Kannst Du von der Musik leben?

Nein, bis jetzt kann ich von meinen CDs noch nicht leben. Mal sehen, vielleicht kommt es ja noch?

Deine Musikstil ist Ambient. Warum?

An sich mache ich durchaus auch andere Genre – Popjazz, Latin-Lounge (aktuell zB auf meiner CD "My first Atari"). Ambient war aber immer schon meine Lieblingsmusik, wobei ich den Begriff sehr weit fasse – indische Musik, Minimal, Meditationsmusik, oder das, was man früher „psychodelisch“ nannte, also ohne die penetranten „4 on the Floor“ der elektronischen Schlagzeugmaschinen. Warum? Hm – ich mag wohl das rauschhafte, aber auch die Balance zwischen Lachen und Wehmut, „Saudade“ sagt man in Brasilien dazu.

Arbeitest Du konzeptionell oder eher intuitiv?

Ach beides – normalerweise aber eher intuitiv, also von musikalischen Gedanken her kommend. Allerdings bin ich auf der „Dark Ambiences“ schon ab und an von ideellen Konzepten ausgegangen: etwa die Umsetzung von „schmerz“, wie der erste Track oder die Hetzjagd der Höllenhunde bei „cerberus“ oder das Drehen und durch die Luft wirbeln bei „auge des zyklons“, der Schock und die katalythische Starre in „todesstille“...

Möchtest Du etwas bestimmtes in Deinen Werken ausdrücken?

Doch, das möchte ich schon – wenn ich es sehr allgemein ausdrücke, würde ich sagen: es sollte sich immer ein Effekt des "Fliegens", eine Trance einstellen, Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Darum wird meine Musik oft mit Filmmusik verglichen.

Welches Stück ist Dein Lieblingsstück und warum?

Hui, das schwer – die Tracks sind alle meine "Babys" (lacht). Muß ich mich wirklich für eines entscheiden? Dann würde ich wohl "auge des zyklons" nehmen.

Wo kann man Dich bzw Deine Musik demnächst life erleben?

Daran beginne ich erst zu arbeiten – ich brauche dafür eine ganz andere Art von Software, in die ich mich erstmal rein finden muß.

Wo kann man Deine Werke kaufen?

Bei Nachtwaertz, den Schlagzeilen und auf Amazon. Teilweise auch in regionalen CD-Läden.

Mit wem würdest Du gerne einmal Musik machen?

Pat Metheny? Brian Eno oder Steve Roach - seine Hallgeräte sind die besten (lacht). Aber es gäbe durchaus interessante Leute, die auch für mich erreichbar wären: Art Noir, Woschofius....

Was planst Du als nächstes?

Im Grunde gibt es zwei Projekte – mal wieder komplett akustisch zu arbeiten wäre nach der schweren Elektronik von "Dark Ambiences" reizvoll, aber natürlich auch, die EM-Richtung auszubauen und noch mehr mit Sampling und Loops zu machen.

Was macht Tosa, wenn er nicht musiziert?

Lesen, hauptsächlich wissenschaftliches von Philosophie, neuronale Gehirnforschung bis Psychologisches. Dann Reisen natürlich...

Eine Fee schenkt Dir drei Wünsche.

Da sind meine Wünsche wohl recht konventionell: Gesundheit steht ganz oben, dann Inspiration und natürlich Zufriedenheit. Letztere in dem Sinne, das ich alles, was immer auf mich zukommt im Leben - besonders das Schmerzliche - umwandeln kann in etwas Sinnvolles, Positives!

Vielen Dank für das Interview.

Vitae

Lebt und arbeitet in Stuttgart.

Studium der klassischen Gitarre und Klavier.
Macht ab 1980 Musik, zunächst in Eigenproduktionen. Stil: 'Ambient', 'Popjazz', 'Meditation'

1999: Solo Piano CD 'Piano Stories'.

2004: Erste 'elektronisch' produzierte CD 'My First Atari' im Stil Fusion (Latin, Popjazz, Ambient, Ethno). Erscheinungsdatum April 2008

Diverse Kleinprojekte folgten.

2007: Konzeptalbum 'Dark Ambiences' über die dunklen Seiten der menschlichen Seele.