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Das bin ich ...

Seinschatten ist ein Mann und Dom von 37 Jahren. Er lebt in Berlin und weil er dort zugereist ist, darf er sich rühmen, ein „echter Berliner“ zu sein. Er ist Vater eines kleinen Sohnes und lebt von seiner Frau getrennt. Er steht in Lohn und Brot.
Er ist heterosexuell, ist im Herzen so leicht entflammbar, wie in den Lenden und verkehrt in der SM-Szene seiner Stadt.
Er liebt die Frauen und will von ihnen geliebt werden.

Seinschatten und die Anderen:
S. glaubt, daß er niemals glücklich werden könne.
A. glaubt, sie müsse aufpassen, weil er so gefühlvoll sei.
J. fand mal, er sei die erste Wahl.
Für M. ist er schlicht ihr schwarzer Engel.
Der G. ist froh, daß er ihn hat.
Freund H. meint, er solle Sensai werden.
I. mußte bei ihm an „das kleine Arschloch“ denken.
Kollege E. findet, er sei eine Domwalze.
B. glaubte, er sei zu nett und konnte dann nicht mehr sitzen.
T. mag ihn, obwohl er so arrogant sei.
Catwoman nennt ihn „Bambi“.
AG. versteht ihn nicht.
X. nannte ihn den „Sprachpanzer Pontemkin“.

Seinschatten ist bewegt und bewegt sich selbst. Vieles verändert sich für ihn. Standing on shaky ground. Vieles ist neu für ihn. I am what I am, cause I ain’t what I used to be. Sein Outing liegt nicht lange zurück. Seine Trennung hat frische Wunden geschlagen. Sein Herz steht unter Strom. Sehnsucht zerrt an ihm. River is flowing underground. Er ist auf der Suche.
Kurz: Er hat Mitteilungs- und Reflektionsbedarf genug um diesen blog zu führen.

Seinschatten freut sich, daß Du ihn liest.

Seinschatten kann Dich lesen unter seinschatten_nachtwaertz@yahoo.de

01.09.06

Seinschatten's Tagebuch

Sonntag, 1. Februar 2009 - 20:00 Uhr
Synchrofetisch

Ich habe Post bekommen!
Nein, nicht die gute alte papierene, die man parfümieren kann und soll. Die ist leider selten geworden. Ich habe Elektropost bekommen. Es mag nicht überraschen, daß seinschatten auch bei einer namhaften sm-community im www zu finden ist, wenn auch unter anderem Namen. Und eben dort ist Post angekommen.
Soweit ich das anhand der Fotos in ihrem Profil beurteilen kann, ist die Absenderin tatsächlich ausnehmend hübsch. Wirklich! Langes Haar, schmale Taille, kecker Zug um den Mund. Nett anzusehen.
Und man soll es nicht glauben, sie baggert doch wahrhaftig, was das Zeug hält. Ich bin geschmeichelt!
Jetzt stellt sich mir die bange Frage: was antworte ich ihr?
Ich weiß!
Ich erzähl ihr eine Geschichte.
Obacht:
Es muß so etwa um 1985 gewesen sein. CDs gab es irgendwie noch nicht wirklich, aber die pferdelosen Wagen waren bereits fester Bestandteil des Stadtbildes und wenn ein langhaariger Adepte der Stromgitarre in jenen Tagen ein würdiges Leben innerhalb seiner Peergroup führen wollte, dann brauchte er ein Tapedeck. Daneben brauchte er auch einen Amp, ein paar möglichst großer Boxen und natürlich einen Plattenspieler (siehe pferdelose CD’s). Aber für dieses Mal suchte dieser spezielle Adept ein Tapedeck.
So eine Anschaffung war und ist eine ernste Angelegenheit. Besonders dann, wenn man den ganzen Sommer über für jeden Pfennig (damals gab es noch keine pferdelosen Euros) Altölfässer und Säcke mit Graphitstaub gewuchtet hatte. Ich besorgte mir also mehrere Kilo einschlägiger Fachzeitschriften und Kataloge. Und dann fing der Spaß an! Nun nämlich galt es zu ermitteln und zu vergleichen. Bandlaufgeschwindigkeiten beim Vor- und Zurückspulen, Rauschunterdrückungsverfahren, Bandlaufrichtungen, die Frage eines Doppeltapedecks mit Synchrostartoption, Gleichlaufschwankungen, etc pp. Damals gab es noch keine pferdelosen Exceltabellen und ohne die war die Herbeiführung einer sachkundigen und technisch fundierten Kaufentscheidung fast so anstrengend, wie Altölfässer schleppen.
Aber, so muß sich der Leser fragen, was will uns des Dichters Schatten denn nun damit sagen und wann endlich schreibt er mal wieder über SM?
Gemach!
Ich komme ja nicht ohne Grund auf jenes historische Ereignis zu sprechen. Es ist nämlich nicht nur so, daß mir jene hübsche junge Dame ganz reizende Elektropost geschrieben hätte. Nein! Hinter dieser Post finde ich ja auch noch ihr „Profil“ in besagter community. Wo sonst hätte ich sehen sollen, daß es sich um eine ausnehmend hübsche Absenderin handelt? Ebend! Auf diesem Profil aber finde ich neben besagten Photos auch allerlei Daten über das reizende Mägdelein. Nicht nur ihr Alter oder ihre Größe, was ja noch in Ordnung wäre. Nein, ich finde auch einen Katalog, hinter dessen Umfang sich der Datenwust meiner damaligen Tapedecksuche zweimal hätte verstecken können. Eine akribische Auflistung aller denkbaren Vorlieben und Abneigungen sexueller, bzw. sadomasochistischer oder dominant-submissiver Prägung. Da kommt wirklich alles vor! Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt alles kenne. Was zum Beispiel ist eigentlich Tribadismus?
Und da frage ich mich doch langsam, ob die junge Dame überhaupt noch bei Verstand ist und nicht viel eher ein Tapedeck sucht. Ich meine, ich weiß praktisch nichts über sie, außer, daß sie hübsch ist, daß sie mich interessant findet und daß ich praktisch jede noch so abwegige sexuelle Option kenne, für die sie offen ist.
„Hallo, ich bin die Mandy. Bist Du öfter hier? Ich steh auf Ohrfeigen, Arschversohlen, Flagellation, Blasen und Lecken, werde gerne angespuckt, und mag Tittenfolter. Lustigen Hut hast Du auf.“
So macht man also Konversation.
Da wäre es dann wohl an der Zeit, daß ich meine Checkliste zücke, oder? Gut, den ersten Punkt können wir abhaken, der da geht auch o.k., das darunter wäre auch in Ordnung. Herrjeh, was versteht die unter Tittenfolter? Na, egal. Aber was mich wirklich interessieren würde, liebe Mandy, wie sieht es bei Dir aus mit Synchrostart? Hast Du so was? Und welche Rauschunterdrückungsverfahren wendest Du so an? Nur Dolby B oder auch A und C? Und hast Du auch einen Kophöreranschluß oder bist Du nur von hinten über die Chinchanschlüsse begehbar? Einen fünfpoligen Diodenanschluß hast Du doch sicher nicht mehr, oder? Ich fände es ja wirklich geil, wenn Du auch noch frontal über Klinke begehbar wärst, für Kophörer und Micro, dann könnte ich es Dir auch oral geben und die Nachbarn müßten dabei nicht immer zuhören.
Haste nicht?
Geht nicht?
Ob ich Dich verarschen will?
Nicht nötig, das machst Du schon selbst.




.....

Dienstag, 9. Dezember 2008 - 13:30 Uhr
Sexsale

Nicht weiter lesen!
Stop!
Aufhören!
Schluß, aus! und fertig!
Noch mehr Ausrufungszeichen gefällig? Ich habe noch jede Menge davon.
Hier! Und da! Und da auch! Zack! Und hepp! Da habt Ihr!
Es gibt, lieber unbekannter Leser, nicht den geringsten Grund, auch nur eine weitere Zeile zu lesen. Kein Wort mehr. Nicht eine Silbe.
Niemals!
Es lohnt nicht.
Dieser Blogeintrag wird sich, sofern Sie weiter lesen, als so dermaßen unerotisch erweisen, als so unüberbietbar unsexy und als so unfassbar ungeil, daß sie versucht sein werden, eine Beschwerdemail an den Seitenbetreiber zu verfassen.
Und unter uns gesagt wäre das gar nicht mal die dümmste Idee.
Um nämlich mal an dieser Stelle ein finsteres Geheimnis ausplaudern. Eines von der anderen Seite dieser Internetpräsenz. Eines aus den Untiefen der nachtwaertzschen Blogwelt:
Unser Blogwart führt akribisch Buch über unsere Leserzahlen. Und nicht nur das. Er teilt sie uns auch regelmäßig mit. Gnadenlos. Seit den ersten Stunden dieses famosen Blogs stehen wir Blogger in schonungsloser Konkurrenz miteinander und kämpfen verbissen um jeden Klick.
Und was verschafft Klicks? Nun, vermutlich deftige ein-Hand-Literatur. Vulgus: Wichsvorlagen. Sex sells.
Nicht eben neu, diese Erkenntnis.
Ebend!
Und was mach ich? Über Katzen schreiben. Über wahre Liebe. Und an ganz schlechten Tagen auch noch über Füße. Himmel hilf!
Ein Direktfahrschein auf den letzten Platz der Blogstatistik. Gehen sie nicht über „los“. Ziehen sie keine Klicks ein.
Doch ich habe ein Gegenmittel!

Ficken!

Ich werde fürderhin in unregelmäßigen Abständen solche Begriffe und Formulierungen einflechten, wie sie der geübte Internetspanner auf seiner Suche im Netz mit Kenner-scanner-Blick zu finden trachtet.

Knie nieder Du Schlampe!

Und damit die Lesbarkeit meiner Texte für jene, die ihnen auch ohne derartige Derbheiten Interesse schenken nicht zu sehr leidet, werde ich die betreffenden Passagen, bzw. Hooklines durch Absätze, Zeilenabstände und kursiven Schriftschnitt herausstellen.

Bebend vor Dankbarkeit streckte Olga ihren rot striemigen Sklavinnenarsch der steil aufgerichteten Männlichkeit ihres Peinigers entgegen.

So in etwa.
Das sollte mit etwas Übung eine flüssige Lektüre der ursprünglichen Texte erlauben. Es ist ein wenig wie die Werbeunterbrechung im Fernsehen, nur daß man nicht aufstehen muß um an den Kühlschrank zu gehen.

„Nimm dies, Du Hure!“ knurrte Igor und pfählte die nichtswürdige Hündin mit tiefen Stößen.

Freilich erwarte ich nicht ernsthaft, daß auch nur der schlichteste Internetspanner dauerhaft auf derartig plumpe Köder hereinfiele. Ich muß dem Mob mehr bieten. Vielleicht läuft es darauf hinaus, daß ich die Texte parallel miteinander verschachtel?

„Gnade Igor! Oh!“

Das sollte für mich eine leichte Übung sein.
Wir hätten dann einen gewöhnlichen Text in gewöhnlichen Lettern für das gehobene Publikum und dazwischen eine Art pornographischen Daumenkinos. Den schweinischen Paralleltext. Früher gab es in der Hörzu immer eine Comicseite, damit vorne auf der Gazette „für die ganze Familie“ stehen konnte. Und kein Witz! Ich drängte wöchentlich mit aller Kindesmacht auf den Kauf dieser und keiner anderen TV-Zeitung, damit ich verfolgen konnte, wie es mit Meckie und den kleinen grünen Steinbeißern weiterging. Soweit es mich betrifft, hat diese Marketinkstrategie bestens gefruchtet.

„Ja! Winsel nur, Du billiges Stück!“

Wenn das hier auch nur halb so gut funktioniert, werden meine Klickzahlen in astronomische Höhen schnellen. Und alle haben was davon!

„Gnade, Mecki! Gnade!“

Die Freunde des Daumenkinos, die Initiatoren von nachtwaertz, meine Wenigkeit und natürlich meine treue Leserschaft, die ich bitte, das ganze als eine Art Kultursponsoring zu betrachten. Man könnte sagen, ich finanzierte mich über mein pornografisches Daumenkino.

„Friß Staub, kleiner grüner Steinbeißer!“

Ich bitte meine Leserschaft also nun darum, mir ihre Zustimmung zu dieser Maßnahme mitzuteilen. Aktion „Schweinigeln für seinschatten – Stimmt mit ‚Ja!’ für ein pornographisches Daumenkino zum Erhalt des nachtwaertzschatten.“
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.




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